Abschied Pastor Geo - und ein herzlicher Gruß aus Indien


Pastor Geo: ein herzlicher Gruß - und Bitte um Spende!

Viele Grüße aus Kerala.

Seit einem Monat ist hier Lockdown und deshalb gibt es keine liturgischen Feiern in der Kirche für die Gläubigen. Trotzdem halte ich Messfeier und Ewige Anbetung etc. und bete für die Gemeinde und für alle Menschen auf der Welt. Ich schließe auch Euch alle in mein Gebet ein. Mehrere Infos haben Sie vielleicht über Radio Hochstift gehört. Ich möchte in diesem Sinne auch zwei Projekte vorstellen.

1. Traurig ist, das es viele Familien gibt, die nur Tageslohnarbeit haben und momentan nicht arbeiten dürfen. Deshalb schenken wir von den Kirchengemeinden Lebensmittel für die Bedürftigen. Anfang dieses Jahres haben wir dies schon einmal gegeben (circa für 3.000 Euro, was sehr viel in Indien ist). Vorletzte Woche haben wir 40 Familien eine Tasche mit Lebensmitteln (reicht für eine Woche) geschenkt. Diesmal konnten wir das nicht selber von der Kirche spenden, da unsere Kirche momentan kein Einkommen hat. Deshalb habe ich mehrere Spender aus der Kirche gefunden.

 

2. Um die Gemeinde aktiv und lebendig zu halten, werden jeden Monat einige Ideen/Pläne für die Gläubigen entwickelt. Also einige Spirituelle Hilfen.

Projekt 1: Pro Familie: circa 20-25 Euro Wöchentlich oder circa 100 Euro Monatlich

Projekt 2: 40-50 Euro Monatlich für die ganze Gemeinde. (Für dieses Jahr circa 400 Euro)

Wenn Sie uns zu diesen vorgestellten Projekten unterstützen möchten freue ich mich sehr, über jede noch so kleine Spende.

Meine Konto Angaben: (In Deutschland)

Geo Chacko Pallipurathukaran

IBAN: DE86 4726 0307 0082 1829 00

(Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen oder Ihre Zuwendung steuerlich geltend machen möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende unter Angabe "Spende Indien" auf das Kollektenkonto der Gemeinde Steinheim DE74 4726 4367 4020 2707 00)

 

Vielen herzlichen Dank und im Gebet verbunden

 

Ihr Pastor Geo


Die Abschiedsmesse von Pastor Geo in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Nieheim!

Viel Freude beim Anschauen des Videos!


Liebe Schwestern und Brüder,

„Sie müssen Zoll entrichten“, sagt mir der Grenzposten, als ich Neuland betreten will. Jeder Übergang kostet etwas. „Was muss ich zahlen?“, frage ich und zücke den Geldbeutel, der angefüllt ist mit meinem bisherigen Leben. „Bequemlichkeit, Gewohnheit und Sicherheit“, sagt mir der an der Grenze. „So teuer ist das?“, frage ich zögernd. „Ja, billiger sind Übergänge nicht zu haben“, sagt der Grenzposten. Aber Sie gehen dafür ins Leben.“

Wenn ich Anfang 2021 zum letzten Mal die Tür meiner Wohnung in Oeynhausen hinter mir zumache und die Straße betrete, weiß ich nicht, ob ich mich ins Leben begebe, wie es der Grenzposten beschreibt. Nun ist es soweit, dass ich meinen 11 Jahre reichen Schatzbeutel auf den Tisch lege und jedem Anspruch darauf entsage. Das ist für mich schmerzhaft. Loslassen von allem Liebgewonnenen, von Bequemlichkeiten, Gewohnheiten und Sicherheiten.

Wehmut des Abschieds auf einer Seite und die Aufregung des Neuanfangs auf der anderen Seite. 11 Jahre sind wir miteinander älter geworden. Es war eine sehr schöne Zeit, die ich mit Ihnen verbracht habe. Viele Türen haben sich mir in dieser Zeit geöffnet. Viele freundliche Gesten, sympathische Blicke, unterstützende Hände, aufbauende Worte, aufrichtende Taten waren dabei. Für all das bin ich sehr dankbar. Ich bin dankbar für die Zeit im Pastoralen Raum "Steinheim-Marienmünster-Nieheim" mit ihren wertvollen Erfahrungen und guten Begegnungen. Zugleich danke ich Ihnen und Euch für das entgegengenbrachte Vertrauen, die Freundschaft und die Gemeinschaft. Besonders bedanke ich mich bei allen Ehrenamtlichen und den Mitgliedern des Pastoral Teams, mit denen ich zusammenarbeiten durfte.

Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Sithu U Thant, hat in seiner Abschiedsrede folgendes geschrieben: „Was schön, erbauend und bereichernd war, nehme ich in meine Schatztruhe des Lebens. Was unangenehm, bitter, verletzend, ärgerlich war, schreibe ich auf einen Zettel, verbrenne diesen, daraufhin und lasse die Asche im Ostufer des Hudson River fließen.“ So ähnlich mache ich es auch. Aber wo ich jemanden enttäuscht und vielleicht verletzt habe, bitte ich um Verzeihung!

Wenn ich in Kürze meine Koffer packen werde: Ich bleibe Ihnen auch künftig stets verbunden – dann im Segen und im Gebet. Gleichzeitig bitte ich auch Sie um Ihr Gebet. Mit diesen Worten verbeuge ich mich vor Ihnen, nehme Abschied von jedem von Ihnen und danke Ihnen von Herzen für alles Gute!

 

Ihr Pastor Geo